Mitte November hat Xiaomi die AirDots auf den Markt gebracht. Die AirDots sind Xiaomis Antwort auf den immer größer werdenen Markt der kabellosen In-Ear Kopfhöhrer und da ist es klar, dass der chinesische Konzern auch ein Stück vom Kuchen haben möchte. Ich habe die AirDots bei einem Gearbest Angebot abgestaubt und habe sie nach etwas mehr als einem Monat Wartezeit endlich bekommen. Hier mein erster Eindruck.

Kein Fan von In-Ear Kopfhörern

Ja, ich bin in der Tat kein Fan von In-Ears. Warum? Erstens klingen sie einfach nicht gut und zweitens: Sie nerven nach einer Zeit einfach im Ohr. Und ich habe schon einige von denen ausprobiert. Von den beim Smartphone mitgelieferten bis hin zu über 100€ teuren. Ja, die teureren klingen etwas besser, aber vergleicht man sich mit halbwegs guten Over-Ears, dann sehen sie weder beim Komfort noch bei der Audioqualität Land.

Aber Marijan, wieso hast du dir die AirDots dann gekauft?

Heute habe ich keinen Kopfhöreranschluss für dich…

Einerseits bin ich ein Gadget-Opfer und ein kleiner Xiaomi-Fanboy und andererseits bin ich, wie viele andere auch, Opfer des ganzen “wir müssen den Fallobst-Konzern Apple kopieren und den Kopfhöhreranschluss weglassen” Trends geworden. Mein Mi Mix 2s hat keinen Anschluss. Somit brauche ich kabellose Kopfhöhrer. Nein, Dongles sind keine Alternative.

Und ich habe mich für die AirDots entschieden, weil meine anderen In-Ear Bluetoothkopfhöhrer war auch kabellos sind, aber die zwei Teile dann doch wieder mit einem Kabel miteinander verbunden sind. Hat den Nachteil, dass dieses Kabel immer wieder irgendwo hängen bleibt und so weiter. Zusammengefasst: Es nervt einfach nur.

Die Tonqualität passt und man kann sie schwer verlieren…

Willkommene Alternative: AirDots

Nun, da kam die Veröffentlichung der AirDots genau richtig. Relativ niedriger Preis, kabellos und hey, von Xiaomi. Da kann man sich (im Gegensatz zu anderen kabellosen In-Ears) doch etwas mehr erwarten. Hinzu kommt noch, dass man nicht wie ein behämmerter Vollidiot aussieht, der eventuell Zahnbürsten in den Ohren hat. Zwar sieht man mit den AirDots auch etwas seltsam aus, aber immerhin nicht so peinlich wie mit den ganzen anderen Copy-Cat Produkten und “dem Orginal” AirPods.

© cristalov – stock.adobe.com

Ich meine, das schaut doch lächerlich und peinlich aus. Und dann gibts Hersteller, die das Design noch kopieren müssen. Ein prominentes wären da die Liberty Airs von Anker. Wieso? Um Himmels willen WIESO? Oder wie wäre es mit den (und die hätte ich mir fast gekauft um die Brand zu unterstützen – aber gut, dass ich es nicht getan habe) mit den TicPods von Mobvoi? Ok, ich hör schon auf zu ranten.

Der erste Eindruck

Das Paket hat über einen Monat auf sich warten lassen und dann kam die Verpackung auch noch zerdepscht bei mir an. Fängt ja schon gut an…

Gut, dass sich der Inhalt davon hat nicht beeindrucken lassen. Sowohl die AirDots als auch die Ladeschale waren intakt. Wunderbar. Gleich mal alles ausgepackt und bereit fürs Foto gemacht:

In der Verpackung waren die zwei In-Ears, die Ladebschale, das Micro-USB Kabel und so zwei Silikon-Anpassungs-Dinger; also die Teile die man auf den Kopfhöhrern tauschen kann, sollten sie nicht ganz ins Ohr passen. So stellt man sicher, dass möglichst vielen Nutzern die In-Ears passen 👌

Pairing mit dem Handy/PC? Einfach

Sind die AirDots aufgeladen, schalten sie sich ein, sobald du sie aus der Ladeschale nimmst. Praktisch. Und schon kannst du sie auf deinem Smartphone als Bluetooth-Gerät hinzufügen. Hier gibt es keine Fancy Animation, keine Popups am Startbildschirm nichts. Bei einem Preis von rund 30€? Da erwarte ich mir nicht allzu viel. Und als alter “Bluetooth-Hase” war ich ohnehin schon automatisch im Bluetooth-Menü:

Mi Mix 2s Bluetooth AirDots

0 new photos · Album by Marijan Kelava

Und das, meiner Meinung nach, praktische an Android (übrigens auch eine Windows 10 Funktion) ist, dass man dem Betriebssystem sagen kann: Hey, solange dieses Bluetooth Gerät mit dir verbunden ist, sperrst du dich nicht.

Tragekomfort

Danke an meine bessere Hälfte fürs modeln. Sieht einfach besser aus als ich!

Die ersten paar Male, die ich sie im Ohr hatte, haben sie sich ganz okay angefühlt. Ich musste sie nicht (wie meine anderen oder die AirPods) in mein Ohr drücken und reinzwängen. Weil sie diese ovale Form haben, passen sie ganz gut ins Ohr. Sie sitzen auch gut und fallen bei schnellen Kopfbewegungen nicht raus. Mal sehen, wie es beim Laufen oder Radfahren aussieht. Sobald es das Wetter zulässt, werde ich das mal testen.

Tonqualität

Ja, das sind keine 100€+ oder Over-Ears. Das merkt man natürlich. Aber! Für das Geld klingen sie echt gut. Die Höhen und Tiefen kommen daher – sind gut hör- und unterscheidbar. Ja, es gibt einen Bass. Für die Größe ist das vollkommen okay. Und um ehrlich zu sein: Das sind verdammte In-Ears. Die haben eine physikalische Beschränkung. Da kann nicht mehr raus kommen, deshalb sind In-Ears für mich immer nur eine Zwischenlösung und keine echte Alternative zu guten Over-Ears. Deal with it.

Und eines sei dazu gesagt: Ich sehe es auch nicht ein, wieso ich 100€ und mehr für In-Ears bezahlen sollte. Sie werden dadurch einfach nicht besser. Das ist ein Faktum.

Erstes Fazit

Für In-Ears für rund 30€ machen sie eine gute Figur. Sie klingen in Ordnung, schirmen die Außengeräusche überraschenderweise auch ganz gut ab – sie könnten fast als Noise-Cancelling Kopfhörer durchgehen. Jaja, natürlich sind sie das nicht. Aber sie machen ihre Sache schon gut. Für das Geld ist das ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis.

Mehr dazu gibt es dann in meinem abschließenden Review. Stay tuned!

PS!

Derzeit ist die Nachfrage nach den AirDots in China sehr groß. Daher sind die Preise relativ hoch. Ich habe für meine inklusive Versand 35€ bei Gearbest bezahlt. In dieser Größenordnung bewegt sich der Import aus China. Meine Empfehlung: Die Preise beobachten, alternativ auf andere Bluetooth Kopfhörer umsteigen.