Vergangenes Jahr hatte ich die Ehre einen Tesla Model S in Wien probezufahren. Ich hatte Wind davon bekommen, dass Tesla in Wien ein Service- und Verkaufszweigstelle in Wien aufgemacht hatte. Einige Monate später saß ich auch schon in diesem weltbekannten Elektroauto. Nun können sich die Grazer auf ein eigenes Service Center freuen.

Tesla boomt in Europa

Kein anderer Hersteller schwimmt auf einer Erfolgswelle wie Tesla derzeit. Der Konzern, benannt nach dem serbisch-kroatischen Genie Nikola Tesla, weitet sein Tankstellen- aber auch Servicecenternetz deutlich aus. So können Teslafahrer bei allen Sericecentern ihr Auto kostenlos volltanken, oder die vor Ort arbeitenden Mechaniker und Ingenieure bei Problemen um Hilfe bitten.

So sehe ich in Wien immer öfter Tesla Autos, es gibt sogar ein Tesla-Taxi, welches extra von Kunden angefragt wird. Es tut sich etwas!

Supercharger in Wien und Linz

Käufer des Tesla S Modells dürfen ihr gesamtes Autoleben lang kostenlos ihr Auto bei den sogenannten Supercharger-Tankstellen aufladen. Ein Supercharger lädt das Auto innerhalb kürzester Zeit, sodass man sich schnell wieder auf den Weg machen kann. In Österreich gibt es derzeit fünf Supercharger: In Wien, Salzburg, VillachKitzbühel und St. Anton am Arlberg. Derzeit ist ein weiterer Ausbau in Österreich geplant. So soll mit dem neuen Service Center in Graz auch ein Supercharger installiert werden.

Laut Karte dürfte Linz auch mit einem Schnelllader rechnen.

Service Center in Graz

Was mich als potentieller Elektroautokunde erfreut ist, dass Tesla sein Service- und Tankstellennetz rapide ausbaut. So erfreuen sich Kunden aus dem Raum Graz an einem neuen Servicecenter. Dort können Kunden ihr Auto serviciern lassen und sich auch beraten lassen. Solltest du mal ein Problem mit einem Tesla haben, brauchst du nicht mehr nach Wien fahren. Praktisch!

Apropos… was ist eigentlich ein Supercharger?

Das ist schnell erklärt! Ein Supercharger lädt den Tesla unheimlich schnell. So erreicht das Auto nach “nur” 40 Minuten einen Ladestand von 80% – beachtlich, wenn man bedenkt, dass ein herkömliches Ladegerät weitaus länger braucht. Nach 75 Minuten ist der Tesla bei 100%.

supercharger

Aber Tesla…!

Selbstverständlich ist es für die europäische Autoindustrie beschämend, dass ein US-amerikanisches (!) Startup mit ihren Elektroautos den Markt aufmischt. Wie kann es sein, dass ein C

EO eines Unternehmens, der vorher nicht nie etwas mit Autos am Hut hatte, nun den Markt mit seinen innovativen Ideen in Bedrägniss bringt? Wo sind die Elektroautos aus dem Hause VW, Mercedes, Renault und Co. Und bitte kommt mir nicht mit e-Up! und Zoe oder Leaf! Diese Teile schaffen kaum 150km ohne Tankstelle und kosten obendrein einen Haufen Geld – Renault verlangt ja freche 75€ Batteriemiete (pro Monat.. bei 10 000 km/Jahr)  für ihren Zoe.

Ja, das Modell S von Tesla bekommt man nicht unter 70 000€, aber dort bekomme ich etwas was sich tatsächlich Auto nennen darf. Ich darf auf der ganzen Welt mit dem Teil im Internet sein (ohne Mehrkosten), ich darf das Teil an allen Tesla-Tankstellen kostenlos aufladen und bekomme überall Support. Mir graut der Gedanke an einen Werkstättenbesuch bei VW…

Wieso muss erst ein Unternehmen aus den USA (!) den europäischen Markt mit seinem Produkt aufmischen und so vielleicht für Druck bei den etablierten Konzernen sorgen? Bzw. verspüren die überhaut einen Druck?! Alleine die Tatsache, dass es Tesla schafft ein eigenes Service-, Verkaufsstellen und Tankstellennetz aufzubauen zeigt, wie die europäische Automobilindustrie am Sand und vorallem hinten nach ist. Ein Armutszeugnis.

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1 Comment

  • Christian Maaß
    Posted 25/06/2015 at 12:01 0Likes

    Ja die europäischen Hersteller haben nicht wirklich ein Interesse an E-Autos, das ist mehr als offensichtlich. Entweder warten Sie bis der Staat die Taschen auf macht, damit die Jobs nicht flöten gehen oder Sie haben wirklich nichts Innovatives in der Tasche. Beides ist ein Armutszeugnis, ich habe das Gefühl das der Zug fast abgefahren ist, über Jahrzehnt werden VW und Co. dann dem Trend leidige hinterherrennen müssen. Aber so ist das wenn es in den Konzernspitzen nicht mehr ums Produkt geht.

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