App des Monats November ’25: Blip – große Dateien verschicken, ohne Cloud
Wer kennt die Situation nicht? Man möchte an jemanden eine etwas größere Datei schicken und steht vor dem Problem, dass das per E-Mail nicht geht und WeTransfer mittlerweile so eingeschränkt wurde, dass es nicht mehr brauchbar ist.
Inhaltsverzeichnis
Für alle, die einfach größere Dateien an Kunden oder andere Leute verschicken wollen, gibt es jetzt eine niederschwellige Lösung. Und sie heißt Blip.
Was ist Blip?
Blip ist eine kleine App für Windows, macOS, Android und iOS, mit der du Dateien direkt an andere Geräte oder Personen schicken kannst – ohne sie vorher in die Cloud hochzuladen zu müssen. Somit ergeben sich Vorteile gegen den alten Bekannten WeTransfer oder andere Cloud-Dienste:
- Direkter Transfer statt „erst hochladen, dann herunterladen“
- Keine Dateigrößenlimits (99 TB? „Game on.“)
- Volle Qualität, keine Kompression
Blip ist mit Androids QuickShare oder Apples AirDrop zu vergleichen. Mit dem “kleinen” Unterschied, dass man nicht nebeneinander sein muss um die Dateien zu teilen. Sondern kreuz und wer über die Welt an unterschiedliche Personen Dateien verschicken kann. Praktisch!
Aber Marijan, wo ist der Haken?
Der gößte und einzige Nachteil von Blip gegenüber WeTransfer oder den vorhin verglichenen QuickShare oder Airdrop ist, dass man (mal wieder) eine App am Smartphone oder PC installieren muss, damit das Ganze funktioniert.
Gerade hier ist WeTransfer so niederschwellig: Es handelt sich um eine Web-Lösung, die keine Installation von Software erfordert. Der User muss kein Konto anlegen oder sich Passwörter merken. Das ist gerade das Praktische daran.
Warum sollte ich dann Blip nutzen?
Wie vorhin erwähnt, haben WeTransfer, QuickShare oder Clouddienste wie OneDrive Nachteile. Einerseits sind sie sehr lokal oder sie haben Limitierungen, wie Dateigröße, Datentransferlimits oder gar den Punkt, dass man ständig irgendwas irgendwo hochladen muss. Und bei langsamen Internetverbindungen ist das ziemlich mühsam.
Und hier kommt Blip ins Spiel. Erstens gibt es keine Transfer- oder Dateigrößenlimits. Der User muss nichts zuerst hochladen, damit er was teilen kann, sondern legt direkt los. Dazu muss man zuerst die Hürde des Konto anlegens überspringen wollen. Hat man das gemacht, kann es schon los gehen.
Wie funktioniert Blip?
Das ist eigentlich relativ easy.
Installation
Zunächst wird Blip runtergeladen. Im Windows Store oder dem Google PlayStore, steht die App zum Download bereit.
Anschließend wird sie installiert und ein Konto angelegt. Das funktioniert nach dem WhatsApp Prinzip: Ein Passwort muss hier nicht erstellt werden. Du gibst einfach deine E-Mail Adresse ein und bekommst per E-Mail einen Login-Code. Das wars. Und so funktioniert das auf jedem Gerät, das du hinzufügen möchtest. E-Mail Adresse und anschließend Code eingeben. Fertig.




Sobald der Code eingegeben und überprüft wurde, zeigt Blip auch eine seiner Stärken: Die App integriert sich in das Windows-Kontextmenü. Und das Schöne daran: Die Entwickler nutzen das neue Windows 11-Kontextmenü. Einer der wenigen Developer, die sich ordentlich mit Windows 11 auseinandergesetzt haben. Danke!


Man sieht, dass ich neben meinem Desktop-PC auch meinen Laptop und mein Smartphone schon mit Blip augestattet habe. Kleines Details am Rande. Bei Android integriert sich Blip in das universelle Sharing-Menü:

Dateien senden
Nach der Installation ist vor dem Datei-Senden. Und das ist relativ einfach. Bei Windows suchst du einfach die Datei, die du verschicken willst, machst einen Rechtsklick drauf und wählst im Kontextmenü “Blip”. Anschließend öffnet sich Blip und fragt dich: An welches Gerät möchtest du die Datei schicken? Wählst das Gerät / den Kontakt aus und schon geht die Datei auf die Reise.




Und so schaut es auf dem Smartphone aus:

Blip statt Cloud oder NAS?
Cloud-Dienste (wie OneDrive) sind super, wenn Dateien langfristig gespeichert oder gemeinsam bearbeitet werden oder das gesamte Dateimanagement via Sharepoint. Allerdings sind die Dateien dann aus Sicherheitsgründen oftmals nicht teilbar und deshalb keine gute Möglichkeit diese Dateien mit Dritten zu teilen.
Außerdem ist es, wie bereits eingangs erwähnt, umständlich: Hochladen, Warten und dann Link verschicken. Und die Datei muss dann wieder runtergeladen werden. Manchmal vergisst man das und dann muss das Ganze wieder neu veschickt werden. Ist mir selbst schon öfter passiert.
Ein NAS gibt dir maximale Kontrolle, braucht aber Setup, Wartung und vernünftige Internetanbindung.
Mein Fazit
- Für „Einmal rüber, aber groß“ → Blip
- Für „dauerhafte Ablage & Zusammenarbeit“ → Cloud oder NAS
Wenn du öfter „zu große“ Dateien verschicken musst und keine Lust mehr auf Workarounds hast, ist Blip definitiv einen Test wert.




