Volkswagen zeigt ID.3 Neo, den ID.3 Nachfolger
Der ID.3 aus dem Hause Volkswagen ist nun bald sechs Jahre alt – er wurde im September 2020 eingeführt. Und nun spendiert Volkswagen dem Auto ein großes Update von dem die gesamte MEB Plattform profitieren wird.
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Vorstellung: Mitte April
Mitte April feiert der offizielle Nachfolger, der ID.3 Neo, seine Weltpremiere. Und wer dachte, dass es sich hier um ein reines Facelift handeln wird, wird eines Besseren belehrt.
Volkswagen geht beim ID.3 Neo ans Eingemachte und möchte genau das liefern, was man sich von einem modernen Elektroauto im Jahr 2026 erwartet. Rund um den Neo, ist die Software des Autos bzw. der MEB Plattform einem Relaunch unterzogen worden und hat die Arbeiten auch abgeschlossen. Für Kunden bedeutet das: Massiv verbesserte Performance und smarte Funktionen, die ab sofort übrigens auch schon für die Modelle ID.4, ID.5 und ID.7 bestellbar sind.
Die wichtigsten Neuerungen
Hier sind die wichtigsten Fakten der neuen ID.3 Generation zusammengefasst:
- One Pedal Driving: Die MEB Plattform kennt zwei Modi: B und D. Bei D segelt das Fahrzeug und mit Hilfe des Kartenmaterials bremst es vor Kurven und Co. von selbst ab und hält auch den Abstand zum vorderen Fahrzeug. Mit dem B Modus gibt es Rekuperation, aber nicht bis zum Stillstand. Das ändert sich nun, denn das Auto rekuperiert bis zum Stillstand.
- Smarter Travel Assist: Der Travel Assist 3.0 mit neuen Funktionen, unteranderem mit zuverlässiger Ampelerkennung, wird beim Neo verfügbar sein.
- Vehicle-to-Load (V2L): Für mich das Highlight des Updates! Der ID.3 Neo wird zur “XXL-Powerbank”. Wie bei meinem aktuellen Ioniq 5, kann man Geräte mit bis zu 3,6 kW betreiben. Egal ob die Kaffeemaschine beim Campen, der Elektrogrill oder das E-Bike – den Strom können Geräte einfach über die 230-V-Steckdose im Innenraum oder per Adapter direkt am Ladeanschluss ziehen. Genauer 16A mit 230 V.
- Neues Infotainment „Innovision“ & App-Store: Das System läuft nicht nur spürbar runder, sondern bringt auch einen integrierten In-Car-Shop mit. Wie am Smartphone können Apps direkt über den Store runtergeladen werden. Der Unterschied zu bisher ist, dass hier im Kern Android Automotive steckt und damit die Kompabilität zu Googles Apps hergestellt werden kann. Damit zieht Volkswagen mit Renault oder Volvo gleich und eröffnet dem Kunden komplett neue Möglichkeiten. Ich sag nur: Native ABRP Integration.
- Digitaler Schlüssel: Smartphone oder Smartwatch reichen künftig aus, um das Auto aufzusperren und zu starten. Der klassische Funkschlüssel bleibt erhalten, aber die digitale Variante via Funk (ganz ohne extra App) ist im Alltag einfach extrem praktisch.
- Echte Tasten am Lenkrad: VW hat sich das Feedback der Community zu Herzen genommen und verabschiedet sich von den Touch-Slidern. Künftig gibt es wieder klassische Drucktasten am Lenkrad für eine wirklich intuitive Bedienung. Die Rückkehr zur echten Taste ist umgesetzt und von mir persönlich als extrem sinnvoll ist abgenommen! 😉

Auch unter der Haube tut sich was
Werfen wir noch kurz einen Blick auf die Einstiegsmodelle („Pure“) vom ID.4 und ID.5. Diese bekommen den neuen, 140 kW (190 PS) starken APP 350 Motor verpasst. Der liefert spürbar mehr Drehmoment bei gleichzeitig geringerem Verbrauch. Kombiniert mit der neuen 58 kWh LFP-Batterie (Lithium-Eisen-Phosphat) holt der ID.4 damit mal eben bis zu 40 Kilometer mehr WLTP-Reichweite raus. Ziemlich effizientes Paket!
Fazit
Volkswagen dreht hier genau an den richtigen Stellschrauben. Besonders das One Pedal Driving, die V2L-Funktion und das neue (alte) Bedienkonzept am Lenkrad zeigen, dass der Fokus wieder voll auf der Alltagstauglichkeit und dem Nutzererlebnis liegt.
Wie seht ihr das? Freut ihr euch auf den ID.3 Neo oder sind für euch die Software-Upgrades bei den größeren Modellen der eigentliche Star? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!


