Seit dem 01. April 2026: Netzgebühren fallen um 20%
Nein, das ist kein Scherz! Seit dem 1. April 2026 sparen Haushalte in Österreich rund 20% Netzkosten. Wie das sein kann und was man dafür braucht, habe ich für euch zusammengefasst.
Inhaltsverzeichnis
Der “SNAP”-Effekt
Das Zauberwort heißt SNAP. Nein, dahinter steckt kein neuer Social-Media-Trend, sondern das Ergebnis der Investitionen der letzten Jahre der Netzbetreiber und Gesetze, die das endlich ermöglichen.
In den sonnigen Monaten zwischen April und September sehr viel erneuerbare Energien, vor alle PV-Strom, ins Netz eingespeist werden muss der Netzbetreiber schauen, dass der (zuviel) erzeugte Strom von irgendwem abgenommen wird. Das heißt: Bevor man ihn verschenkt, versucht man Kunden zu motivieren mehr davon zu verbrauchen.
Konkret: Zwischen dem 1. April und 30. September senken die Netzbetreiber die Netzgebühren im Schnitt um 20%. Flankierend dazu gibt es erste Energieanbieter die im gleichen Zeitraum spezielle Stromtarife anbieten.
Ein Beispiel ist hier die EVN oder die TIWAG:

EVN bietet den “Optima Garant Sonne Strom” an, der in zwei Zonen eingeteilt ist. So spart man als Kunde etwas mehr als 4 Cent / kWh.

Die TIWAG ist etwas mutiger und geht einen Schritt weiter. Sie bieten eine längere Preisgarantie an und niedrigere Preise insgesamt an. Auch die Grundgebühr ist erheblich geringer. Hier spart sich der Kunde 5,88 Cent / kWh. Rechnet man noch die rund 2 Cent von den Netzgebühren dazu, ergibt sich eine Ersparnis von knapp 8 Cent / kWh für den Haushalt.
Und SNAP? Das das ist die Abkürzung von “Sommer Netz Arbeitspreis”, kurz SNAP.
Was braucht man um von den niedrigeren Netzgebühren zu profitieren?

Dazu sind zwei Dinge notwendig:
- Ein Smartmeter
- Aktive 15 Minuten Werte -> das kann beim Netzbetreiber aktiviert werden.
Nachdem ich, zum Beispiel, einen Spot-Tarif habe, ist das System bei mir schon aktiv. Ich muss hier nichts mehr umstellen. Man profitiert sofort.
Mein Fazit
Nachdem die Netzbetreiber jahrelang die Netzgebühren fortlaufend erhöht haben um die alten Netze resilienter und fitter für erneuerbaren Strom zu machen, ist es nun endlich wichtiges Zeichen, dass die Preise auch hier mal sinken können. Passend dazu, haben die Energieversorger auch entsprechende Tarife auf den Markt gebracht, sodass sich Kunden insgesamt mehr Geld sparen.
Aber Achtung: Nur zwischen April und September. Von Oktober bis April, steigen die Kosten wieder. Deshalb ist es umso wichtiger, sofern es natürlich möglich ist, PV aufs Dach und den Speicher im Keller zu installieren und den Eigenverbrauch so hoch wie nur möglich zu halten.
Denn: Als PV-Anlagen Besitzer wird man das auch merken. 2026 ist die Einspeisevergütung niedriger als 2025 und der Trend geht ganz klar in eine Richtung: Weiter nach unten. Deshalb: Eigenverbrauch und so viel Speicher wie es sinnvoll ist.
Für den Konsumenten sind das gute Nachrichten. Wichtig ist, dass man versucht mit smarten Steckdosen, wie der hier:
Tapo TP-Link Smarte Steckdose P110
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nicht smarte Verbraucher zu steuern. Sonst sind moderne Geschirrspüler, Waschmaschinen und Co. in der Lage mit einer Zeitsteuerung gesteuert zu werden und damit wirklich zu sparen. Und für manchen könnte sich ein kleiner AC Speicher unter 1000€ von Marstek lohnen. Der könnte tagsüber befüllt werden (entweder mit PV Modulen, die man auf dem Balkon aufstellen darf oder einfach via Steckdose), wenn der Strom günstiger und die Netzgebühren niedriger sind um so dann am Abend, wenn gekocht wird, etc zumindest weniger teuren Strom aus dem Netz zu beziehen. Das lohnt sich aber nur dann, wenn man tatsächlich viel Abends und vor 10 Vormittags Strom verbraucht.
Marstek Jupiter C+ Speicher, 5.12 kWh
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