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Vor einigen Monaten habe ich von Number26 gehört und war von der Idee sofort überzeugt. Wenige Stunden später war das Konto eröffnet und meine kostenlose Mastercard auf dem Weg zu mir. Der Hintergrund (dazu sollte ich auch mal einen Beitrag schreiben) ist: Ich brauchte ein “Spaßkonto”. Ein Konto mit einer Kreditkarte, die ich für Netflix, und Co. aber auch meine USA- Urlaube nutze. Gesagt, getan.

Vorbereitungen

Vier Monate vor unserem USA-Urlaub haben wir damit angefangen Geld auf das Number26 Konto zu überweisen. Witzige Hintergrundgeschichte: Das Überweisen von einem österreichischen Konto auf das deutsche Number26 Konto ging schneller als eine Inlandsüberweisung.
Für Hotels, Auto und Co. haben wir etwas mehr als 1800€ angespart und waren somit startklar. Da es sich bei der Number26 Mastercard um eine Debit-Karte handelt, wird sie manchmal nicht akzeptiert – deshalb ist es wichtig eine “echte” Kreditkarte als Backup zu haben. Sicher ist sicher.

Hast du also genug Geld auf deinem Number26 Konto und zusätzlich eine Backup-Kreditkarte, kannst du deinen USA-Urlaub antreten.

Auto mieten

holidayautosBeim Autoverleih vertraue ich holidayautos.de – das booking.com der Mietwagen. Kein anderer Dienst bietet dir diese Kostentransparenz an. Kein anderer Anbieter ist günstiger als holidayautos.de. An dieser Stelle möchte ich mich bei Christian für den Tipp bedanken! Das Bezahlen des Autos mit der Number26 Karte war kein Problem. Wichtig zu wissen ist aber, dass die Autoverleiher vor Ort deine Number26 Karte nicht akzeptieren werden.

AKZEPTIERT: American Express, MasterCard (keine Debitkarte), Visa (nicht Debitkarte)

Also: Leihauto bei holidayautos.de mit der Number26-Mastercard funktioniert. Für die Kaution vor Ort wird sie nicht akzeptiert.

Hotels buchen

Entgegen einiger Behauptungen im Netz, hatte ich weder bei Hotel Tonight, Booking.com oder diversen anderen Portalen kein Problem mit der Number26 Karte ein Hotel zu buchen. Im Gegenteil: Es hat alles wunderbar funktioniert. Sowohl das Buchen im Netz, als auch das Bezahlen im Hotel selbst.

Einkaufen, Tanken und Essen gehen

Bevor ich dazu komme, ein kleiner Hinweis. Ich hatte bei einigen Geschäften Probleme als mich das Terminal gefragt hat ob es sich bei der Mastercard um eine “Debit” oder “Credit” Karte handelte und ich Debit angegeben hatte. Ich schätze mal, dass es einfach ein Kommunikationsproblem zwischen dem Kassasystem und Number26 gegen hatte. Deshalb: Immer die Option “Credit” auswählen!

Einkaufen

verifone

Foto (c) Verifone: http://global.verifone.com/company/media-library/multimedia/

Weder bei Walmart, Publix, Winn-Dixie, CVS, Wallgreens und wie sie noch alle heißen hatte ich ein Problem mit der Karte. Ich konnte immer bezahlen. Wie oben bereits erwähnt: Beim Terminal einfach “Credit” auswählen. Einmal hat das Kassensystem gesponnen – da hatte ich die nette Kassiererin gebeten die Kartennummer manuell ins System einzugeben und schon war mein Einkauf bezahlt.

Manchmal ist es vorgekommen, dass ich die Karte ins Terminal stecken musste, da die “Swype”-Methode nicht geklappt hat. Ich wäre grundsätzlich ein Freund davon, da sich der Magnetstreifen leicht kopieren lässt…

Tanken

In den USA gibt es 1000 verschiedene Tankstellenbetreiber. Einer davon wollte meine Karte nicht haben: 7Eleven. Egal ob ich Credit oder Debit am Terminal ausgewählt hatte: Das System ließ nicht mich nicht mit meiner Number26 Karte bezahlen. Und das obwohl es erfolgreich mit der Bank kommuniziert und die Zahlung autorisiert hatte:

7eleven

Hier habe ich meine Backup-Visa Kreditkarte gebraucht. Bei allen anderen Betreibern hat die Number26 Mastercard anstandslos funktioniert.

Essen gehen

Bis auf Applebee’s, wo wir am Terminal einfach nicht mit der Number26 Karte bezahlen konnten und somit auf unsere Backup-Karte greifen mussten, funktionierte die Number26 Karte. Die Frage ob “Debit or Credit” haben wir immer mit “Credit” beantwortet. Denny’s, Chili’s, etc – alle haben sie die Number26 Karte genommen. Einmal musste man im Denny’s die Kartennummer manuell eingeben oder auch im Oceandeck in Daytona Beach, aber das stellte die Leute dort vor keine Hürde.

Bankomat/ATM

In den USA kannst du überall, damit meine ich wirklich überall, mit Karte bezahlen. Manchmal brauchst du doch dann wieder Bargeld – das könnte auch eine Art des Backups sein, falls deine Karte im Restaurant aus einem irgendeinen Grund nicht akzeptiert wird.

Wir haben einmal 100$ bei einem ATM (in einem 7Eleven) Geld abgehoben, um die Tankfüllung zu bezahlen. Das ging problemlos. Allerdings mussten wir (wie in den USA üblich) ATM-Gebühren bezahlen. 4$ kostete uns die Abhebung, verkraftbar aber ungewöhnlich. Wichtig! Nimm nicht den vom ATM vorgeschlagenen Umrechnungskurs. Da zahlst du nur drauf. Number26 nimmt immer den tagesaktuellen Mastercard-Kurs und der ist deutlich besser als das, was der ATM vorschlägt. So hätte ich für 104$ (100$ + 4$ Gebühren) 100€ bezahlt. Nein. Sicher nicht. So hat mich die Abhebung 91€ gekostet. Bei Number26 ist das gebührenfrei, versteht sich:

atm

Fazit

Meine Befürchtungen, dass ich mit meiner Number26 Karte in den USA nicht vernünftig über die Runden kommen würde, waren grundlos. Die Karte hat reibungslos funktioniert. Lediglich 7Eleven und Applebee’s wollten sie nicht akzeptieren – das waren zwei von 100 Zahlungen, die wir dort getätigt haben. Perfekt.

Zusammenfassend kann man sagen, dass wir uns durch den Einsatz der Number26 Karte doch Geld gespart haben. Der Grund? Das Bezahlen in einer Fremdwährung mit der Number26 ist kostenlos. Ich muss keine sinnlosen Strafgebühren bezahlen, die eine Cardcomplete in Österreich z.B. verrechnet. Mit der App im Gepäck hatte ich außerdem immer einen Überblick über meinen aktuellen finanziellen Status. Und hätte uns die Karte jemand gestohlen, hätte ich die Karte sofort in der App sperren lassen können.

Sicher ist sicher. Auf eine Backup-Kreditkarte solltest du jedoch nicht verzichten. Man weiß ja nie…

PS: Wieso dieser Erfahrungsbericht?

Noch bevor ich beschlossen hatte, dass wir meine Number26 Mastercard in den Staaten nutzen, habe ich versucht einen oder mehrere Erfahrungsberichte im Web zu finden. Leider gestaltete das schwerer als gedacht. Denn: Es gibt nahezu keine. Auf Twitter hat mir dann Georg einige Tipps gegeben. Und jetzt war ich selbst “drüben” und konnte mir selbst ein Bild machen. Und diese Erlebnisse wollte ich mir euch teilen.

PPS: Nein, ich wurde von niemandem für diesen Beitrag bezahlt. Schade, dass Enthusiasmus einer Idee/einem Produkt gegenüber immer in solche Vorwürfe mündet.

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