Ich schreibe unheimlich gerne. Doch manchmal fällt es einem nicht leicht seine Gedanken zu ordnen. Auf meinem Blog habe ich, absichtlich, über nichts persönliches gebloggt. Ist ja kein Tagebuch, sondern ein kleiner, aber feiner Techblog. Hier ist Platz für Technologien und alles was damit zutun hat. Dieses mal mache ich eine kleine Ausnahme, weil ich glaube, dass es auch dafür Platz braucht.

Faul

Wer kennt das nicht. Da nimmt man sich was vor… und was passiert? Richtig! Nichts. So ging es mir in den letzten Monaten mit meinem Blog. Da gab es Zeiten, wo ich täglich mehrmals sogar Posts veröffentlicht habe. Einfach, weil ich Bock hatte und es natürlich (noch immer) grundsätzlich Spaß macht. Doch in den letzten Wochen und Monaten, war und wurde ich einfach fauler. Der Grund? Nun, einerseits wollte ich das ewige “vor dem PC sitzen” nach der Arbeit vermeiden (das nicht immer gelungen ist) und andererseits versuchte ich etwas Abstand vom Schreiben zu bekommen um die verlorengegangene Leichtigkeit wiederzugewinnen. Doch da kam die Faulheit sich hinzusetzen und einen Beitrag über ein Thema zu schreiben, von dem man ohnehin überall im Netz liest. Ja, ich weiß, dass dieser Gedanke falsch ist – mein Anspruch über Themen zu schreiben, die kein Ablaufdatum haben (N26 Erfahrungsberichte, Internet in Kroatien, diverse Techreviews, etc) ist noch immer da. Aber es scheitert dann doch an meiner Faulheit diese Themen einfach wirklich konkret zu suchen und dann umzusetzen.

Das möchte ich ändern. Mal wieder.

Rückblick und ein Dankeschön

Dankeschön? Ja – ich wechsle das Unternehmen. Wie schon im Februar 2016, wage ich mich in die weite Welt hinaus. Bis Anfang 2016, war ich bei der Agentur Humanbrand Media GmbH und habe dort einige spannende Projekte betreut. Aber der Ruf nach einer neuen Herausforderung wurde immer lauter, sodass ich diesem Ruf auch gefolgt bin. Mit mangelnden Erfolg. Mitte Mai wurden ich und meine Kollegen vom Dienst freigestellt und mussten sich ab Juli nach einem neuen Job umsehen. Das war eine absolut furchtbare Zeit… Bis zu dem Zeitpunkt, wo ich Thomas und Christoph, zwei junge und ambitionierte Unternehmer und Agenturgründer kennen gelernt hatte. Den beiden durfte das gefallen haben, was ich ihnen erzählt habe – im Oktober 2016 war es dann soweit: Marijan Kelava war “Digital Strategist” bei Bacon & Bold OG in Linz. Ja, richtig. Ich bin jeden Tag von Wien nach Linz gependelt. Spulen wir einige Monate vor und die Firma ist gewachsen, hat einige Mitarbeiter mehr und hat eine “Filiale” in Wien aufgemacht. Die Zeit bei Bacon & Bold war eine sensationelle. Nicht nur, weil das Team einfach fantastisch war und natürlich noch immer ist, sondern auch, weil sie nie aufgehört hat sich in Frage zu stellen und immer neue innovative Wege gesucht hat, um für uns Mitarbeiter und die Kunden den einen Schritt vor allen anderen zu sein und das letzte Quäntchen rauszuholen. Ich darf stolz sagen, dass ich dort eine tolle Zeit hatte und hoffentlich auch einen Beitrag zum Erfolg der Agentur beitragen konnte. Danke an Tom, Christoph, Jasmin, Mirela, Sandra, Michael, Derya, Tina und Gregor. Ich werde euch vermissen.

Job- und Tapetenwechsel

Bei aller Sympathie für die Agentur und die Kollegen, die mir nach einem Jahr ans Herz gewachsen sind, musste ich etwas egoistisch sein. Die Gespräche mit meinem neuen Arbeitgeber waren positiv, das Team motiviert und der Bereich, in den ich beschäftigt sein werde, breit aufgestellt und vor allem einer ist, der mehr als nur eine Beschäftigungstherapie ist und sein soll. Das Unternehmen baut auf Social Media und sieht das Potential darin, mit all den “Risiken” die dieser Bereich mit sich bringt.

Natürlich war das alles andere als eine leichte Entscheidung. Einerseits musste ich eine sensationelle Agentur mit noch sensationelleren Kollegen und Kunden und andererseits muss ich meine Freundin in Wien zurück lassen. Ja, das ist der Tapetenwechsel, den ich schon angedeutet hatte. Da das Unternehmen seinen Sitz in Salzburg hat, muss ich meine wunderbare Freundin in Wien alleine lassen. Keine angenehme Sache, wenn du in Wien eine gemeinsame Wohnung hast und du jede freie Minute gerne dort mit ihr verbracht hast. Aber ich denke, dass wir uns da gut arrangiert haben. Dank der sehr gut ausgebauten Westbahnstrecke ist man in etwas über 2 Stunden in Wien und kann auch mal unter der Woche nach der Arbeit nach Wien und in der Früh wieder nach Salzburg zurück fahren.

Natürlich hat Salzburg auch seine schönen Seiten. Ich wohne unweit des Stadions meines FC Salzburg! Damit eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten. Da der Verein oft Veranstaltungen unter der Woche veranstaltet, kann ich nun endlich an diesen teilnehmen. Grundsätzlich wird man mich wieder öfter im Stadion sehen. Das freut mich natürlich extrem. Doch auch einige Freunde kann ich wieder öfter sehen, die ich zuvor nur alle paar Monate zu Gesicht bekommen habe.

Ausblick

Ich freue mich schon auf die neue Stelle. Ich kann es kaum erwarten, auch weil es von Tag eins Schlag auf Schlag gehen wird. Es gibt viel zu tun und gerade deshalb werden die Tage zwischen meinen Wien-Fahrten sehr kurz werden. Was das für meinen Blog bedeutet? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Natürlich werde ich versuchen weiterhin brav zu sein und Beiträge zu veröffentlichen. Ich merke in letzter Zeit, dass ich immer öfter zu Veranstaltungen eingeladen werde oder mich Agenturen bezüglich Produkttests anschreiben. Ein Hoch, dem ich sehr dankbar bin und wohl in Österreich eine gute Lücke damit fülle. Natürlich muss ich konsequenter werden und ja, ich habe ein schlechtes Gewissen, dass ich nicht öfter schreibe! Vielleicht ist Salzburg der Tritt, den ich genau dafür brauche. Lassen wir uns überraschen!