Bei diesem Beitrag handelt es sich nicht um Werbung. Ich habe dieses Kit mit meinem eigenen Geld gekauft. 


Es geht nichts über eine kabelgebundene Verbindung. Auch wenn WLAN in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte gemacht hat, eine Verbindung über Kabel ist einfach schneller und zuverlässiger. Ja, ich habe das Arbeitszimmer und das Wohnzimmer mit Devolos Gigagate Lösung via WLAN miteinander verbunden, weil einerseits hier keine Kabellösung  möglich ist und Powerline einfach zu viel Bandbreite liegen lässt. Mein Review zu Gigagate kannst du hier nachlesen. 

Nun stehe ich vor einer neuen Herausforderung: Mein NAS steht im Keller. Der Router im Erdgeschoss. Ein Kabelverbindung ist hier nicht möglich, deshalb musste eine andere Lösung her: Powerline. 

TP-Link to the rescue

Vor einiger Zeit hatte ich beschlossen das NAS in den Keller zu stellen. Dort ist es schön kühl, sodass ich es etwas übertakten konnte, damit PLEX meine Filmbibliothek rasch in H265 umwandelt kann – ohne, dass die CPU überhitzt und ich von den lauten Lüftern gestört werde. 

Doch eine Problematik ergab sich damit: War das NAS zuvor direkt an den Router verbunden, ist nun eine dicke Decke aus Beton zwischen Router und NAS. Eine Lösung musste her. Nach einer längeren Recherche, habe ich mich für eine Powerline Lösung von TP-Link entschieden. Und zwar für das Modell “TL-PA8010P KIT“. Bestehend aus zwei Stationen. Das Praktische: Man verliert keine Steckdose, da beide Adapter eine Steckdose quasi anbieten. Hier ein Bild, damit du siehst, was ich meine: 

Die Powerline Adapter von TP-Link

Neben dem Aspekt, der nicht verlorenen Steckdose und der Tatsache, dass diese Adapter nicht über einen Verteiler betrieben werden sollten, sondern direkt an der Dose an der Wand hängen sollten (für die beste Performance), habe ich die Gerätschaften auch aufgrund ihrer Geschwindigkeit ausgesucht. Theoretisch sollten die Dinger 1300mbit schaffen. 

Das Setup

Damit ich das Netzwerk in den Keller bringe, habe ich im Arbeitszimmer ein TP-Link Powerline Adapter an die Steckdose und an den Router angeschlossen: 

Der Powerline Adapter im Arbeitszimmer

Der zweite wurde direkt im Keller installiert und an den zweiten Router gehängt: 

Der zeite Powerline Adapter im Keller

Damit war die Installation erledigt. Da beide Powerline Adapter ab Werk miteinander synchronisiert sind, musste ich, außer sie einzustecken, nicht weiter konfigurieren. Perfekt. Nach der Installation des Adapters und der anderen Konfiguration (Router anstecken, NAS einschalten) wurde alles schon erkannt. Wobei der Zwischenschritt “Router” nicht notwendig ist. Ich habe hier aber noch einiges anderes vor und deshalb habe ich hier den Router installiert, der als Switch fungiert. Natürlich kann hier auch ein normaler Switch genommen werden. 

Der Speed

Damit diese Powerline Adapter perfekt funktionieren, sollten so wenige Hindernisse wie nur möglich zwischen den zwei Adaptern stehen. Hindernisse, wie unterschiedliche Stromkreise, viele Geräte und so weiter können den theoretischen Speed doch tief nach unten sinken lassen. Das ist bei mir auch der Fall: Ich muss zwischen zwei Stromkreisen die Daten hin und her befördern. 

Von PC zu PC ohne Powerline

Da ich kein zweites NAS habe, habe ich einfach das Windows 10 Image von PC-A zu PC-B kopiert. Im lokalen LAN ohne Powerline. Und dabei erreiche ich konstant 113 MB/s – also Gigabit Speed. Das was mein Router verspricht, hat er auch gehalten. 

Der Speed via LAN ohne Powerline

Von PC zu PC mit Powerline

Das gleiche Spiel nun über Powerline. So habe ich das Windows 10 Image nun von meinem PC über die Powerline Adapter auf den gleichen PC kopiert, der nun am Router im Keller angeschlossen ist. Das Ergebnis: 

Der Speed via Powerline

Fazit

Die Idee bestehende Kabel zu nutzen ist keineswegs neu. So hat das Linzer Unternehmen “Linz AG” Anfang der 2000er Jahre ein Produkt herausgebracht, das mehr als 70.000 Menschen ans Internet gebracht hat, die zuvor keine Möglichkeit hatten. Doch es gab immer wieder Probleme – sodass sich auch das Verkehrsministerium eingeschaltet hatte. 

Spulen wir einige Jahre nach vorne. Im Jahr 2018 gibt es keine Strom-Internetanbieter mehr, allerdings gibt es Powerline-LAN Adapter für den persönlichen Haushalt. Die Werbebotschaft dabei ist so schön: Im gesamten Haushalt schnelles Internet. Dass es am Ende des Tages leider nicht so einfach ist, liegt leider auf der Hand, wie meine Tests zeigen. 

Doch am Ende des Tages wird nichts so heiß gegessen wie es gekocht wird. Die Bandbreite reicht für Otto-Normal Anwender vollkommen aus. Wieso? Alleine die Tatsache, dass Herr und Frau Österreicher auf maximal etwas über 4 Mbit im Durschnitt kommen, zeigt, dass hier die Powerline Adapter den Speed in jede Ecke des Hauses, der Wohnung bringen können. Ohne Löcher zu bohren oder sich über den WLAN Empfang sorgen zu müssen

Die durchschnittliche Geschwindigkeit der ISPs in Österreich

Und wenn ich meine 1080p Filme oder Serien von meinem NAS im Keller zum Fernseher im Wohnzimmer (NAS -> Powerline 1 -> Powerline 2 -> Router -> Gigagate Base -> Gigagate Satellite -> Switch -> TV) streame, dann reicht die Bandbreite von rund 10 Mbit vollkommen aus.

Für Haushalte, die Internet in “unmögliche” Orte im Haus oder in der Wohnung bringen wollen ohne dabei die halben Wände aufzubohren und Geld in Kabel, Stecker und so weiter investieren zu wollen, sind diese Powerline Geräte sicherlich eine gute Lösung, die ich durchaus empfehlen kann. 

Die Geräte gibt es bei Amazon für rund 80€ zu kaufen: https://amzn.to/2ENIblq

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