Leider ist es schon etwas länger her, dass ich die BenQ ScreenBar zuhause habe – Benq hat sie mir dan­kens­wer­ter­wei­se kostenfrei zur Verfügung gestellt. Sie wollten meine Meinung zu ihrem Office/Schreibtisch Zubehör wissen. Leider deshalb, weil zwischen dem Erhalt und diesem Review einige Wochen vergangen sind. Urlaub und andere Dinge, die auf der Platte waren und weg mussten. Doch nun habe ich es ENDLICH geschafft. Danke an Benq einerseits für das Schicken der Screenbar und andererseits für die Geduld.

Benq? Haben die nicht mal Handies und Monitore gemacht?

Ja, genau die! Handies produzieren das Unternehmen aus Taiwan nicht mehr, aber umso mehr Periperhie für das Büro: Monitore, Beamer und Co. Ja, Monitore. Und welche, die gar nicht so schlecht sind, wie dieser hier: https://amzn.to/2YINnvw – QWHD, Free Sync 2 mit bis zu 144Hz, USB-C und so weiter. Und das für einen hervorragenden Preis… Davon gibt es einige mehr. Doch in den letzten Jahren ist der Hersteller für mich von der Wahrnehmungsgrenze verschwunden. Vielleicht liegt es am aggressiven Marketing der anderen Hersteller, die Samsung und Co. Dabei sind die Produkte der Taiwaner sehr gut.

Marijan, was hat das mit der ScreenBar zu tun?

Nun, sehr viel. Denn: Es passt um Ursprung des Unternehmens. Sie haben sich als Hersteller von Peripherie platziert und sind auch dort geblieben (mir kleineren Ausnahmen, wie dem Smartphone-Business damals). Deshalb passt die ScreenBar mehr als perfekt in das Portfolio. Vor allen in das der Monitore.

Was macht denn jetzt diese ScreenBar von Benq?

Auch hier sollte man paar Dinge vorher wissen um den Sinn zu verstehen. Mittlerweile sitzen wir Menschen (auch berufsbedingt – und dafür beneide ich meinen Vater manchmal, da er seinen Arbeitstag großteils draußen und unterwegs verbringen darf) sehr lange vor einem Schreibtisch auf dem ein Monitor steht. Und wir starren auch sehr lange in diesen. Oft machen wir den Fehler, dass, sobald es dunkler wird, keine zusätzliche Lichtquelle zum Monitor haben. Das macht nicht nur die Augen müde, sondern kann auch eine Sehschwäche verursachen. Klinkt dramatisch, nicht? Ist es auch. Viele wissen nicht, dass sie mindestens eine zusätzliche und zwar genug helle Lichtquelle zum Monitor haben sollen. Und jetzt – bitte dramatische Musik sich vorstellen – bekommt die ScreenBar ihren Auftritt.

Für genau diese Zwecke wurde diese “Schreibtischlampe” erdacht und gebaut. Um nicht nur eine zusätzlich Lichtquelle am Schreibtisch zu sein, sondern auch diesen ordentlich auszuleuchten.

Ja, aber da könnte man auch eine normale Schreibtischlampe für weniger Geld nehmen!

Das ist durchaus ein valides Argument. Das kann und sollte man sicherlich machen. Jedoch hat die Screenbar einige Vorteile zur 0815 Ikea Lampe mir einer durchschnittlichen Ikea-LED:

  • Sie ist deutlich heller. Die ScreenBar hat eine maximale Helligkeit von 500 Lumen
  • Passt sich automatisch der Umgbungshelligkeit an. Sollte es in dem Raum dunkler als 50 Lumen sein, so dimmt sich die Lampe auf 300 Lumen.
  • Sie flackert nicht. Die LEDs sind qualitativ hochwertige LEDs, die eben nicht flackern und hier irritieren könnten.
  • Lichtwärme lässt sich einstellen. Man kann der Wärme des Lichts, das die LEDs emittieren einstellen. Von 2700k (ganz warm) bis 6500k (ganz kalt)
  • Lichtwärme passt sich automatisch an. Auch die Lichtwärme passt sich automatisch an.
  • Kein blaues Licht. Die LEDs geben kein blaues ab und können somit auch Abends/Nachts eingesetzt werden. Auch wenn die Farbtemperatur auf 6500k gestellt wird
  • Platzsparend. Ja, das auch ein Argument – da die Screenbar auf der oberen Kante eines Monitors befestigt wird und den Strom via USB bezieht, braucht sie weder Platz auf dem Schreibtisch, noch braucht sie eine freie Steckdose.
  • Keine Reflexion. Da sie von oben runter auf den Tastatur/Maus-Bereich leuchtet, erzeugt sie wenig bis keine Reflexionen auf dem Bildschirm.

Die Argumente sind schon mal nicht schlecht, aber wie schlägt sie sich in der Wirklichkeit?

Ich konnte die Lampe schon einige Abende testen. Einerseits, weil ich die eine oder andere Abendschicht geschoben hab und andererseits ist sie natürlich auch beim Zocken aktiv. Mein Fazit: Ich gebe sie nicht mehr her. Das mag etwas blöd dahergeredet sein und zugespitzt klingen, aber seitdem ich die Lampe bei mir am Schreibtisch über einem meiner 32 Zoll Monitore drauf habe, kann ich Abends besser einschlafen. Ich habe zwar eine Lampe hinter den Monitoren angebracht um nicht komplett im Finsteren zu sitzen, aber sie leuchtet im Prinzip nur die Wand vor mir an. Die Screenbar leuchtet den gesamten Monitorbereich aus. Somit sind nicht die Monitore mehr die hellste Lichtquelle, sondern die ScreenBar mit ihrem Licht.

Welchen Effekt die Helligkeit der ScreenBar hat, kann man am besten anhand dieser beiden Fotos erkennen. Beide sind im vollautomatischen Modus mit meiner Nikon D3200 aufgenommen worden. Einmal leicht für den Fokus drücken und dann komplett durchdrücken:

Der Unterschied ist eklatant. Nicht nur, weil ich einfach mehr Licht zur Verfügung habe, ohne den Content auf dem Bildschirm unlesbar zu machen, sondern auch, weil es so viel mehr Licht gibt, sodass der Inhalt auf dem Bildschirm lesbar auf dem Foto wird.

Was kostet die ScreenBar?

Bei Amazon ist die derzeit für knapp unter 100 Euro zu haben. Ja, ich weiß – das ist nicht wenig Geld. Allerdings kostet eine halbwegs gute LED Lampe auch mal 20 bis 30 Euro. Dann kommen noch paar Euros für eine halbwegs schöne Lampe dazu und dann schaut das Ganze preislich relativ verwandt miteinander aus. Somit glaube ich doch, dass die ScreenBar ihr Geld wert ist. Der Meinung sind auch die Amazon Kunden, die die ScreenBar gekauft haben. 4,6 von 5 Sternen sind schon eine Hausnummer.

Was bekommt man für sein Geld?

In der Verpackung befindet sich neben der ScreenBar, das Gegengewicht, dass das alles hält und ein USB-Micro B Kabel. Dieses kann an einen freien USB-Port angeschlossen werden. Ich habe meines zb. in einen freien Port am Monitor angesteckt. Grundsätzlich ist die Box sehr schön und der Inhalt sicher verpackt.

Fazit

Die Antwort auf die Frage kannst du dir, lieber Leser sicherlich denken. Ich verrate sie dir trotzdem. Die ScreenBar bekommt von mir, wie viele es auch auf Amazon tun, eine eindeutige Kaufempfehlung. Meine Gründe habe ich im Laufe dieses Reviews sicherlich gut hervorgebracht. Sie leuchtet meinen Schreibtisch hervorragend aus, blendet mich nicht und sorgt dafür, dass meine Augen bei einer etwas längeren PC-Session nicht noch müder gemacht werden. Hinzu kommt noch, dass ich nicht mehr das große, grausliche Licht im Arbeitszimmer einschalten muss.