Mit Satya Nadella hat Microsoft einen langjährigen Microsoft Mitarbeiter zum CEO gemacht. Was insofern interessant ist als, dass er sowohl Steven Ballmer als auch Bill Gates sehr gut kennt und somit dem Unternehmen kein Unbekannter ist.

Dass ein “Interner” den Posten des CEO übernehmen werden wird, war den eingefleischten Microsofties, aber auch den Beobachtern wohl klar. Man würde es nicht zulassen wollen, dass das Unternehmen von einem Elop zerschlagen oder von einem (ehemaligen) Google Mitarbeiter vollkommen umgekrempelt wird. Man wollte jemanden haben der das Unternehmen sehr gut kennt und diesen riesigen Dampfer weiter auf der hohen Technologiesee gut lenken kann.

In seinem ersten Interview wirkt er frisch und motiviert. Was noch mehr motiviert, ist die Tatsache, dass er ein Inder ist, der in die USA immigriert ist. Das ist auch ein Signal an Menschen, dass man auch als “Ausländer” bei solch einem gestandenen amerikanischen Unternehmen was erreichen kann. Somit ist Microsoft, für mich, zu einem echten internationalen Unternehmen mutiert; ein sehr positives Zeichen.

Eine interessante Sache ist aber auch, dass Bill Gates aus dem Vorstand des Unternehmens ausscheidet, jedoch mehr Zeit als vorher bei Microsoft verbringen wird. 1/3 seiner Zeit wird er als Technologie-Berater des neuen CEO fungieren. Ich bin gespannt wie sich das Ganze auswirkt und was Bill Gates wohl machen wird.

Zugegeben: Mich wundert es irgendwo nicht, dass Gates nicht die Finger von “seinem” Microsoft lassen kann. So war er es doch, der es zu dem gemacht hat was es jetzt ist. Ein riesiger Software-Konzern, der tausende Arbeitsplätze sichert und viele Produkte hat, die es auf stabile Beine stellen. Die Krise die am PC Markt herrscht trifft den Giganten nicht wirklich, wenn man sich die letzten Quartalszahlen ansieht.

So kann sich auf Steve Ballmer beruhigt in den Ruhestand verabschieden, auf seine Zeit als CEO zurückblicken und sagen: Ich habe einen guten Job gemacht. Mal sehen was in der Zukunft passiert.