Als Satya Nadella seinen Posten als CEO von Microsoft antrat hat er eines gesagt: “Mobile first, Cloud first” – sein Worte wurden “so gleich” in die Tat umgesetzt: Office für das iPad wurde vorgestellt, OneNote komplett gratis und für (bis auf Linux, eh klar) alle Plattformen geöffnet; die Liste lässt sich länger fortsetzen.

Doch auch OneDrive profitiert von diesem Credo: So wurden die Apps für Android und iOS auf Windows Phone Niveau angehoben. Die jüngste Neuerung und somit ein Frontalangriff auf alle anderen Consumer-Anbieter in dem Bereich -> Google, Dropbox, Apple, etc

Office365 Abonnenten werden reich beschenkt

Es hat sich schon “vorher” ausgezahlt Office365 Home/Personal Abonnent zu sein, denn diese haben nebst 20 GB extra OneDrive Speicher auch 60 Skype-Minuten bekommen. Außerdem kann man bis zu 10 Geräte mit Office versorgen; eine nette Angelegenheit. Man muss den Nutzern, die ein Abo abschließen einige Zuckerl bieten um sie auch zu belohnen, dass sie jährlich/monatlich für Office bezahlen.

1 TB kostenlos; eine Ansage!

Vor einigen Wochen hat Microsoft allen Businesskunden von Office365 den Speicherplatz bei OneDrive for Business auf einen Terabyte erhöht. Doch nun folge die Anpassung für “Otto-Normal”: So bekommen ab jetzt alle Office365 Kunden 1 TB Speicher in OneDrive kostenlos zur Verfügung gestellt – im Rahmen ihres Abonnementes!

Wars das?

Nein, denn Microsoft erhöht den kostenlosen Speicherplatz von 7 GB auf 15 GB – ein kleiner Wehrmutstropfen für alle “alten” SkyDrive Nutzer, die die Chance verpasst haben sich als Stammkunde bei Microsoft zu outen – denn diese hatten nach der Senkung auf 7 GB, stolze 25 GB an Online-Speicher.

Und was macht die Konkurrenz?

Google

Google zog mit Microsoft mit und stellte “Google Drive for Work” vor, welches “unlimitierten” Speicher den Nutzern zur Verfügung stellt – hier muss man 10, respektive 8 Dollar pro Monat und Nutzer berappen.

Dropbox

Bei Dropbox hat sich noch immer nichts geändert. So sagte der CEO von Dropbox in einem Interview, dass man an den derzeitigen Preisen nichts ändern werde.

Amazon

Amazon, als Cloud-Platzhirsch, hat an den Preisen ebenfalls nichts verändert – so kosten 1 TB Speicher bei “Amazon Cloud Drive” stolze 500 Dollar im Jahr. Ein Office365 Home Abo kostet bei Microsoft 99€/Jahr…. und man bekommt 1 TB Speicher oben drauf.

Mediafire

Ein Anbieter der (in meinem Bekanntenkreis) relativ unbekannt ist, aber von sich hat ordentlich hören lassen, denn sie bieten ebenfalls 1 TB an Speicher gegen eine lächerliche Gebühr von 25 USD im Jahr an. Im Unterschied zu OneDrive darf hier ein File 20 GB groß sein!

Ausblick

Was muss sich bei OneDrive noch tun? Nun, Liveside.net hat vor einigen Wochen in Erfahrung bringen können, dass geteilte Ordner nun auch mit Offline genommen und mit dem eigenen Computer synchronisiert werden können. Davon ist leider noch nichts zu sehen. Hier muss der Software-Gigant mehr Gas geben um als ernsthafte Alternative für die restlichen verbliebenen Dropbox Nutzer zu werden, denn dort und natürlich auch noch bei meiner lieblings-OneDrive-Alternative “Copy” gibt es dieses Feature natürlich auch schon.

Doch auch die maximale Dateigröße ist für einige ein Hindernis, denn dieses liegt bei Microsoft bei 2 GB pro Datei – bei Drive for Work sind es kranke 8 TB, bei Mediafire 20 GB und Dropbox gibt es offiziell keine Beschränkung. Eine Datei kann so groß wie der Account sein…

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