Seit nun fast einem Jahr nutze ich die Dienste von Plex. Sowohl die App als auch den Plex Server, der auf meinem Synology NAS installiert ist. Vor einiger Zeit wurde ich von Plex eingeladen die Amazon Drive Integration zu testen. Gesagt getan. Jetzt ist OneDrive dran.

Zunächst: Was bringt diese Cloud-Drive Unterstützung eigentlich?

Das ist schnell und leicht erklärt: Grundsätzlich nutzt der Plex-Server eine Quelle auf deinem Nas oder Netzwerk um Videos wiederzugeben. Mit der Cloud-Unterstützung ist Plex nun in der Lage auch Ordner auf Cloud-Diensten als Quelle für die Wiedergabe zu nutzen.

Das ist insofern praktisch, als, dass wenn ich unterwegs bin, meine NAS ausgeschaltet ist (das mache ich, wenn ich wegfahre…), kann ich noch immer auf meine gesamte Bibliothek zugreifen, da sie nun auf Amazon oder, jetzt neu auf, OneDrive oder Dropbox liegt.

Ein weiterer Vorteil ist, dass ich nicht auf den 25 Mbit Upload von Zuhause angewiesen bin, sondern auf eine schnelle Cloudanbindung zurückgreifen kann. Außerdem muss sich nicht meine NAS mit Transcodieren quälen, das wird alles in der Cloud gemacht. Schont die Stromrechnung.

Kopierst du deine Videos händisch in die Cloud? Das muss ja Ewigkeiten dauern!

Nein und Jein. Also. Nein, weil ich ein cooles Feature von Synology nutze. So habe ich meine NAS mit der Amazon Cloud und OneDrive verbunden. Bei Amazon lasse ich die NAS die Videos-Files in eine Richtung hochladen. Bei OneDrive lasse ich die NAS meine Fotos und andere Geschichten runterladen (Backup). Und ja: Ein 5 GB Video File kann schon seine Zeit brauchen um hochgeladen zu werden. Da das automatisch vom NAS erledigt wird, muss ich mir da keine Gedanken machen.

Ja, und wo ist der Haken?

Der ist schnell erklärt: Die Kosten. Du brauchst nicht nur einen Plex Pass, der im Jahr 40€ oder einmalig 150€ kostet. Dann solltest du zb. bei Amazon die Unlimitied Subscription haben. Die kostet 70€ im Jahr. Alternativ kostet dich OneDrive mit 1 TB Speicher ab 40€ im Jahr. Ach ja und dann kommen noch die Kosten für das NAS dazu. Das läppert sich ganz schön.

Ich für meinen Teil sehe die Investition als gerechtfertigt (für mich) an. Ich gebe für weitaus andere Dinge unnötig Geld aus (Kino gehen zb.) und mit dem System erspare ich mir den einen oder anderen Euro.

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