E-Mail Verschlüsselung wird immer wichtiger. Nicht nur, weil immer mehr Regierungen den E-Mail Verkehr überwachen wollen, sondern auch, weil die eine oder andere E-Mail nur für die Augen deines Empfängers und sonst niemand anderen bestimmt ist. Einige E-Mail Dienste bieten solch eine Verschlüsselung von Haus aus an. Einer davon ist outlook.com – der Microsoft’sche kostenlos Mailer bietet diese Funktion seit kurzer Zeit auch “out of the box” für seine “Kunden” an. Heute möchte ich dir zeigen, wie einfach es ist seine E-Mails zu verschlüsseln.

Ein, zwei Haken!

Damit du deine outlook.com E-Mails auch verschlüsseln kannst musst du ein aktives Office 365 Home oder Personal Abo haben, da mit diesem Abonnement die sogenannten “Premium” Features von outlook.com aktiviert werden. Eines dieser Boni ist eben die Möglichkeit seine E-Mails verschlüsseln zu lassen. Hier erfährst du, was Premium enthält. Der zweite Haken ist, dass diese Verschlüsselung leider nur auf der Weboberfläche aber nicht in der Outlook-App für Android und iOS verfügbar ist. Das heißt: Sensible E-Mails lieber vom PC aus versenden!

Verschlüsselte E-Mail senden: So geht es!

Das versenden von verschlüsselten E-Mails bei outlook.com ist denkbar einfach. Einfach eine neue E-Mail beginnen und beim Feld “Verschlüsseln” eine der beiden Optionen aktivieren:

Und wie sieht es beim Empfänger aus?

Ich habe eine verschlüsselte E-Mail an meine Google Mail Adresse geschickt. Und so sieht das Ganze aus:

Mit einem Klick auf “Nachricht lesen” komme ich auf eine Webseite, wo ich mich anmelden muss um die Nachricht zu lesen. Habe ich das getan, wird mir die verschlüsselte E-Mail auf einer Microsoft-Webseite angezeigt:

Bei Office 365 oder der Outlook-App für iOS (aber auch bei Android) sieht das Ganze dann doch etwas anders aus und wird nativ in der App/der Webseite angezeigt:

Neid!

Als Office 365 Business Essentials Abonnent, blicke ich doch sehr eifersüchtig auf die einfache Umsetzung der Verschlüsselung. So muss ich mich als “Business Kunde” durch einige Untermenüs und im schlimmsten Falls durch diverse Powershell Befehle kämpfen ehe ich zu einem ähnlichen Feature komme. Schade!