Google stellt Feedburner neu auf & streicht Features

Mitte April 2021 hat Google angekündigt Feedburner auf eine neue Infrastruktur zu migrieren und somit komplett neu aufzustellen. Im Rahmen dieser Migration werden “nicht wesentliche Funktionen der Feedverwaltung” entfernt. Was das bedeutet und ob man Feedburner überhaupt noch verwenden soll und welche Alternative es gibt, erfährst du in diesem Beitrag.

Ein Pionier der Web2.0 Ära

Solltest du, lieber Leser, schon zur etwas älteren Internet-User Generation gehören, so wird dir Feedburner defintiv bekannt vorkommen. Dieser im Jahr 2004 gegründete Service war ein Pionier der Web2.0 Ära und prägte diese Zeit auch, denn er war der defacto Standard für das RSS Feed-Management. 2007 wurde er dann von Google gekauft und vom Konzern, mehr oder weniger, ignoriert. Das zeigt auch die sehr altbackene Oberfläche mehr als deutlich. Aber die Funktionen waren phantastisch und wurde von vielen Bloggern, Podcastern und Medien genutzt um ihren Feed zu hosten und die Webseite vor (hundert)tausenden RSS Anfragen zu schützen.

Ja, der Dienst sieht noch immer so aus…

Erste signifikante Änderung in 14 Jahren

Google hat in den Jahren seit der Übernahme am Dienst nicht viel verändert. Gerüchte, dass die Plattform eingestellt wird, erwiesen sich als HOAX. Doch nun, 14 Jahre nach der Übernahme, hat der Suchmaschinenbetreiber seine Liebe für Feedburner wieder entdeckt und nimmt große Änderungen vor. Doch diese bedeuten auch, dass, wie eingangs erwähnt, “nicht wesentliche Funktionen” entfernt werden.

Das Feed via “E-Mail abonnieren” Feature muss daran glauben

Feedburner hatte eine Funktion angeboten, die es Usern ermöglichte dem Medium via E-Mail zu folgen. Das heißt: Wird ein neuer Beitrag veröffentlicht, bekommt der Nutzer eine E-Mail. Warum man das Feature als User verwendet hat? Ich weiß es nicht – vor allem bei größeren Blogs oder Newsseiten die täglich viele neue Beiträge veröffentlichen, muss das eine Flut an Mails gegeben haben.

Dieses Service, neben den erweiterten Analytics, stellt Google nun ein.

Ich biete dieses E-Mail Feature meinen Abonnenten an, was muss ich tun?

Google empfiehlt den Export der E-Mail Subscriber via CSV und den Import in ein E-Mail Newsletter System wie Mailchimp oder Mailser, ein WordPress-Plugin.

Gibt es Alternativen zu Feedburner?

Nun, als Nutzer stellt man sich dann doch die Frage: Wie lange wird Google Feedburner noch am leben lassen. Wenn man denkt, wie viele Nutzer den beliebten “Google Reader”, genutzt haben und Google den Dienst trotzdem eingestellt haben, ist diese Frage sicherlich berechtigt…

Eine Alternative, auf die ich in den nächsten Tagen umsteigen werde, ist: Follow.it

Was ist Follow.it und was kann es?

Nun, im Grunde ist es “das gleiche wie Feedburner” nur moderner und in vielen belangen besser. Grundsätzlich ist der Dienst gratis, bietet aber Publishern, so wie mir, mittels zwei Plänen (Cool & Super-Cool”) die Möglichkeit noch mehr aus dem trockenen Thema “RSS” herauszuholen.

Da es um den Beitrag eher rund um Feedburner geht, werde ich Follow.it einen eigenen Beitrag widmen und die Features erklären, sobald ich auf den neuen Dienst umgestiegen bin.

Deine Meinung...

Vorheriger Beitrag

Langzeit-Test: Zattoo Ultimate

Nächster Beitrag

HowTo: HLS/M3U8/Blob-Videos runterladen