Am 2. Oktober 2018 hat Microsoft ein Surface Event abgehalten und hat einige alte bekannte und neue Geräte vorgestellt. Leider fand diese Veranstaltung unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Schade, denn das hätte auch viele Menschen außer die rund 40 Anwesenden Journalisten interessiert. 

Surface, Surface, Surface und der Microsoft Launcher

Der Reihe nach. Auf der Veranstaltung wurden neben neuen Surface Geräten auch der Microsoft Launcher 5.0 vorgestellt. Der neue Launcher für alle Android Phones wurde in der neuesten Version um das Windows 10 Feature “Timeline” erweitert. Das heißt: Du kannst auf deinem Android Phone die Aktivitäten fortsetzen, die du am Windows 10 Gerät mit dem neuesten Update (1809) begonnen hast. Egal ob das ein Word Dokument (wichtig ist, dass das in OneDrive gespeichert ist) oder eine Webseite ist… Du hast von überall den Zugriff auf das Feature. 

Microsoft Launcher
Microsoft Launcher
Preis: Kostenlos

But, wait! There is more.

Ja, zusätzlich wurde angekündigt, dass in einem zukünftigen Update der “Dein Smartphone” App Android komplett auf dem Windows 10 PC gespiegelt wird. Das heißt, dass dein Homescreen, Apps – einfach dein komplettes Android Device auf dem Windows 10 PC zu sehen und auch zu bedienen ist. Ohne das Gerät in die Hand nehmen zu müssen. Nice! Dieses Feature ist für iOS nicht gedacht und nicht möglich, weil das System einfach beschränkt eingeschränkt ist und Entwicklern nicht den Zugriff auf das System gibt um das zu ermöglichen. 

Die Surface Geräte

Auch in schwarz

Es ist nun mehr als 6 Jahre her als Microsoft seine ersten PCs vorgestellt hat. Und es hat sich in diesen letzten sechs Jahren ordentlich viel getan. Die Sparte ist zum Milliarden-business geworden und das merkt man. Microsoft aktualisiert die Geräte immer sehr vorsichtig und höchst konservativ. Schließlich sollen die Käufer der “letzten” Generation sich nicht übergangen fühlen. Finde ich okay. Aber, so ist das mit PC Hardware so, ab dem ersten Tag des Kaufes ist das Gerät schon veraltet. Auch, weil es immer sein kann, dass was Besseres vorgestellt wird. Deal with it.

Surface Pro 6

Das Surface Pro 6

Das “ur” Surface. Der Formfaktor ist in der Tat “alt” und hat mit dem ursprünglichen Modell nur den Namen gemeinsam. In den letzten sechs Jahren hat sich das Gerät so verändert, dass nur die neu eingeführte schwarze Farbe an die “guten alten Zeiten” erinnert. 

Das Surface Pro 6 gibt es jetzt auch in schwarz

Das Surface Pro 6 wurde von Microsoft leicht zum Vorgänger aktualisiert. Vor allem die CPU hat ein großes und logisches Update erhalten. So werkelt jetzt die achte Generation der Intel Core Chips im inneren des Gerätes. Microsoft sagt, dass es bis zu 67% schneller als der Vorgänger ist. Neben der CPU wurde auch endlich die hintere Kamera aktualisiert – sie bietet nun endlich Autofokus. Ja, und das Surface ist jetzt auch endlich in schwarz erhältlich. So wie die erste und zweite Generation. 

Der Preis und Verfügbarkeit? Ab dem 16. Oktober geht es (in Deutschland also auch in Österreich) los und man startet bei 899€. 

Surface Laptop 2

Auch der Surface Laptop 2 kommt in schwarz daher

Der Surface Laptop in der ersten Generation war neben dem “Surface-Grau” auch in anderen Farben verfügbar. Allerdings hat hier auch die schwarze Farbe gefehlt. Mit der zweiten Generation wird die Farbpalette auch um die Farbe schwarz erweitert. 

Doch neben der erweiterten farblichen Auswahl, gibt es einige kleinere Upgrades. So werkelt auch im Surface Laptop der zweiten Generation der ein Intel Chip der 8xxx Serie. Ja, auch im Surace Laptop gibt es jetzt Quad-Core Power. Microsoft sagt, dass das Gerät bis zu 85% schneller als der Vorgänger sei – da bin ich gespannt! Hinzu kommen Aussagen wie, dass der Laptop 14,5 Stunden ohne Ladegerät auskommt. 

Ab dem 16. Oktober erhältlich

Der Laptop wird in der Basisausstattung mit 8 GB Ram angeboten und diese wird ab 1.149€ kosten und ab dem (ebenfalls in Deutschland und deshalb wohl auch bei uns) 16. Oktober erhältlich sein. 

Surface Studio 2

Das Surface Studio: Der beste All-in-One Rechner

Das Surface Studio hat hier wohl das größte Upgrade erhalten. Neben einem noch besseren Bildschirm, wurde nicht nur die GPU aktualisiert, sondern auch die Speicherhardware. War in der ersten Generation noch eine mobile GPU der Marke GTX 965M verbaut, wird diesmal auf einen Pascal Chip, ebenfalls von Nvidia, zurückgegriffen. Genauer eine 1060 mit 6 oder eine 1070 mit 8 GB GDDR5-Speicher. 

Und statt diesem Hybridfestplatten-Unsinn, kommen jetzt endlich schnelle PCI-E SSDs zum Einsatz. Hier reicht die Kapazität von 1 bis 2 TB. Außerdem kann zwischen 16 und 32 GB Ram gewählt werden. 

Das Surface Studio

Die CPU bleibt, eine Quad-Core CPU, die Gleiche. Hier hat sich einfach zu wenig getan, als dass ein Update notwendig gewesen wäre. Aber ja – bevor der Aufrei kommt – ein Upgrade wäre absolut sinnvoll gewesen. Nein, notwendig. Egal, das kann nicht geändert werden. 

Surface Headphones

Das Beste kommt zum Schluss? Mehr oder weniger. Hat man die Updates für die drei Geräteklassen von Microsoft mehr oder weniger erwartet, so kamen die Surface Headphones komplett unerwartet. Also. Microsoft ist unter die Kopfhöhrerhersteller gegangen. Jap. 

Doch das sind keine normalen Kopfhöhrer. Das verrät schon das etwas heftige Preisschild in der Höhe von 349$. Erhältlich wird es in den USA “later this year” sein. Ein Start in Europa ist noch nicht in Sicht. 

Das sind die Surface Kopfhöhrer

Die Features der Kopfhöhrer können sich sehen lassen. Neben der Möglichkeit das Noise Cancelling einzustellen (mehr oder weniger), sorgen die vier eingebauten Mikrofone für eine gute Telefoniequalität. Auf der einen Seite befindet sich ein “Dial”, also ein Drehteil, das nicht nur die Lautstärke anpassen lässt. Hinzu kommt wohl ein berührungsempfindliches Feld. Geladen werden die Kopfhöhrer mit einem USB-C Anschluss. 

Verbunden werden die Kopfhöhrer via Bluetooth mit dem Wunschgerät. Sollte allerdings der Akku mal leer sein, so gibt es (praktisch!) einen ganz klassischen Klinkestecker. 

Aber, aber, aber, aber USB-C? ABeR DaS fEhLt DoCh! 

Ja, bis auf das Surface Book 2, das Surface Go (das Review kommt!), das Surface Studio und die Surface Kopfhöhrer, verzichtet Microsoft auf den Einsatz von USB-C. Ich kann verstehen, wieso man auf den Anschluss USB der Type C verzichtet. Dazu habe ich schon mal was geschrieben. USB-C ist für den Konsumenten das reinste Chaos und verursacht Frust. Alleine die Suche nach einem funktionieren USB-C Hub oder passendem Ladegerät. Fast schon peinlich. 

Das Surface Studio wurde mit USB-C für Video-out ausgestattet

Auf der anderen Seite verstehe ich Microsoft nicht ganz. Wieso bauen sie USB-C in das Book 2 oder das Surface Go ein und nicht in das Pro 6 und den Laptop? Diese Linie gefällt mir nicht besonders. Wenn dann ganz oder gar nicht. Ich bin verwirrt. Ob wir jemals eine Antwort bekommen werden? Eventuell haben sich Panos Panay und Ralf Gröne gestritten. Sie konnten keine Lösung finden, also haben sie bei jedem neuen Surface Gerät “Stein-Schere-Papier” gespielt. Der Sieger durfte dann entscheiden ob Typ C einkommt oder eben nicht. 

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