WeTransfer erfreut sich in Unternehmen (vor allem Medienunternehmen) größter Beliebtheit. Mitarbeiter verschicken so schnell größere Files ohne die E-Mail Postfächer von Kollegen und Externen zu blockieren. Doch gerade WeTransfer ist extrem beschränkt. Hier möchte ich drei bessere (in jeglicher Hinsicht) Alternativen vorstellen.

Firefox Send

Vor wenigen Wochen hat das Entwicklerteam rund um den Browser “Firefox” einen eigenen Dienst vorgestellt, der auf den Namen “Firefox Send” hört. Der Vorteil des Dienstes ist nicht nur, dass man als registrierter User Dateien mit einer Gesamtgröße von 2,5 Gigabyte versenden kann, sondern zusätzlich noch interessante Optionen aktivieren kann. So kannst du definieren, wann der Upload gelöscht werden soll – entweder nach einer Anzahl an Downloads oder nach wie vielen Tagen. Und du kannst den Upload mit einem Passwort schützen. Grundsätzlich laufen Uploads nach sieben Tagen ab.

Im Dashboard werden die aktuell aktiven Uploads inklusive deren Lebensdauer schön aufgelistet. Vergangene und abgelaufene Uploads werden hier leider nicht mehr angezeigt. Die Dateien werden grundsätzlich verschlüsselt auf dem Server gespeichert und werden nach Ablauf der Frist komplett gelöscht.

Smash

Neben Firefox Send, gibt es auch Smash. Wobei der Dienst schon etwas länger am Markt und längst nicht so bekannt wie WeTransfer ist. Smash richtet sich, wie WeTransfer, an Unternehmen – sie bieten eine Premiumvariante an. Diese bietet viele Features, wie das Whitelisting an. In der freien Version dürfen Files maximal 2 Gigabyte groß sein. In der Premium-Version, die es für 60 US-Dollar oder 72 Euro im Jahr gibt, bekommt mal als Abonnent nicht nur die Möglichkeit seine Download-Seite zu personalisieren, sondern auch Files von Größen jenseits der 2 Gigabyte zu versenden.

Cloud Speicher

Neben den reinen (ich nennen die mal so) “Transfer-Hostern”, gibt es natürlich die klassischen Cloud-Speicher Anbieter. OneDrive, Dropbox, Google Drive, pCloud und wie sie alle heißen, bieten viel Speicher für wenig Geld an. Der Vorteil von diesen Anbietern ist, dass man all seine Files dort synchronisieren und einzelne Dateien oder ganze Ordner für den Download freigeben kann. Der Vorteil? Nun, den habe ich quasi schon erklärt: Du bezahlst monatlich oder jährlich deine Gebühr für einige Gigabyte oder Terrabyte an Speicherplatz online und kannst die hochgeladenen Files auch gleichzeitig teilen. Kein erneuter Upload ist hier notwendig und keine zusätzlichen Gebühren müssen bezahlt werden. Bei vielen ist die maximale Dateigröße um einiges größer als bei den “Transferhostern”. Bei OneDrive können Dateien bis zu 10 GB groß sein. Bei OneDrive for Business 15 GB oder bei Google Drive ist es 1 TB oder bei pCloud unlimitiert. Dropbox limitiert die maximale Dateigröße bei 50 GB.

Cloud-Speicher bieten mehr Vorteile als “Transfer-Hoster”

Ein kleines Beispiel: Office 365 Home(6 Lizenzen für Microsoft Office und 6 mal 1 TB Cloud-Speicher) gibt es bei Amazon für 74,80 Euro pro Jahr. Das ist ganz schön viel, was man da bekommt. Smash zb. kostet in der Premium Variante 72 Euro im Jahr. Wieso sollte ich also Smash abonnieren, wenn ich bei Office 365 nicht nur Office bekomme, sondern auch im Paket inkludiert 1 TB OneDrive Speicher für 5 weitere Personen. Das sind rund 12,50 Euro pro Person und Jahr für dieses Paket. Und mit OneDrive habe ich viele Vorteile und mehr Nutzungsmöglichkeiten.

Fazit

In gewisser Weise verstehe ich das Aufkommen von diesen “Transferhosting-Produkten”: Man verschickt schnell und einfach Dateien an Freunde, Kunden oder Partner. Doch auf der anderen Seite verstehe ich es wiederrum nicht. Als Mitarbeiter eines Unternehmens, hat man (in den meisten Fällen) bereits einen Cloud-Speicher im Einsatz. Viele Unternehmen setzen auf OneDrive for Business und die Mitarbeiter haben dort ihre Dokumente gespeichert. Doch versenden sie (teilweise sensible) Dateien mit WeTransfer und Co. Warum? Bei OneDrive (um beim Beispiel zu bleiben) sind die Files schon synchronisiert und brauchen nur mehr via Freigabe geteilt zu werden. Auch hier lassen sich Ablaufdatum und Co. festlegen.

Mein Tipp: Mache dich doch schlau ob du nicht schon eine Cloudlösung im Einsatz hast und nutze diese. Es ist nicht nur praktischer, da die Files schon in der Cloud sind, sondern in vielen Bereichen auch einfacherer zu nutzen.