Das war eine sehr schwere Geburt, aber wir haben es ENDLICH geschafft: Unser Zuhause ist nun ein Stückchen smarter geworden, dank Eco Home von Verbund.

Ich habe vom Unternehmen Verbund ein Eco-Home Set kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen. Die einzige Bedingung war, dass ich über das System einen Eindruck bzw. Review verfasse. Daran gebunden waren keine inhaltlichen Forderungen. Dieser Beitrag spiegelt mein/unser Leben mit dem System wider. 

Was ist Eco-Home eigentlich?

Eco-Home ist das Smart-Home Angebot des Elektrizitätsversorgungsunternehms “Verbund”. Damit können nicht so smarte Wohnungen und Häuser in kluge und (hoffentlich) effiziente umgewandelt werden. Der Vorteil dieser Systeme liegt auf der Hand: Viele Vorgänge können so automatisiert werden. So gibt es die Möglichkeit mittels Modulen seine Heizung “smart” zu machen. Ergo: Von unterwegs aus diese ein- oder auszuschalten (sollte man das nicht gemacht haben). Ebenfalls ist es möglich mit dem Strommessmodul den aktuellen Stromverbrauch zu messen und so Energievernichter im Haushalt auszumachen, entsprechend reagieren und so die Stromrechnung schonen und so weiter. Die Möglichkeiten sind defacto unendlich. Weitere Details, Kombinationen und Beispiele führt der Verbund auf der Eco-Home Webseite an.

Eco-Home bei mir zuhause

Nach einer langen Wartephase (Details gibt es hier) und der etwas schweren terminlichen Verfügbarkeit unsererseits, hat es dann schlussendlich geklappt, dass ein netter Techniker das im Paket enthaltene Strommessmodul im Stromkasten installiert. Dieses Modul ist neben einigen anderen (ich hatte hier über den Umfang des Pakets geschrieben) bei meinem Starterset dabei.

Die “Multimedia”-Ecke, mit Fernseher, Android-TV und einigen anderen Geräten, die 24/7 laufen, habe ich mit der Funksteckdose verbunden. Somit habe ich auf einen Schlag einen großen Teil der Stand-By Geräte eliminiert und einiges an Strom gespart. Wie viel das in meinem konkreten Fall sein wird, weiß ich derzeit noch nicht. Das wird die Jahresendabrechnung zeigen. Gut, dank des Strommessmoduls könnte ich es ungefähr ausrechnen… Praktisch!

Hinzu kommt ein Multi-Sensor, der neben der Temperatur, die Helligkeit und Bewegung in einem Raum messen kann. Da ist das praktische, dass man hierfür Regeln definieren kann. Aber Achtung: Das geht nur auf der Webseite. In der App geht dies leider nicht.

Dritter und vorletzter Part ist der Wassersensor. Dieser misst ob an dem Ort, wo er angebracht wurde, sich Wasser befindet. Passiert das, können definierte Dinge ausgelöst werden: Eine Mail, eine Warnung, etc – die Möglichkeiten sind defakto unbegrenzt. Wir haben diesen in der Küche angebracht. Die Idee dahinter ist, dass wenn irgendwo Wasser (ein Tiefkühler, der auftaut – das ist uns schon mal passiert, Gott sei dank ist kein Wasser ausgetreten) in der Küche auf den Holzboden austreten sollte, wir sofort benachrichtigt werden und das Schlimmste eventuell verhindern können.

Das letzte Puzzlestück ist der Tür- und Fensterkontakt. Dieser Kontakt meldet ob eine Tür/ein Fenster geöffnet wurde bzw. offen steht. Wir haben das bei der Wohnungstür befestigt. Sicher ist sicher!

Die Einrichtung

Die Einrichtung ist denkbar einfach! Die Zentraleinheit wird schon vom Techniker aktiviert und ist, gemeinsam mit dem Strommodul, aktiv. Damit das Ganze auch gesteuert werden kann bzw. man den Überblick und den Zugriff zu allen Devices hat, muss auf ecohome.verbund.at ein Konto angelegt werden.

Auf der Seite scheinen dann allerhand interessante Infos auf. Darunter findet man neben der Wettervorhersage (interessant für die Eco-Home Nutzer, die das System mit ihrer Kühlung/Heizung kombiniert haben) auch aktuelle Meldungen. Bei mir im Screenshot sieht man, dass der Bewegungsmelder ausgelöst wurde.

Beim Punkt “Smart Home” wird es dann allerdings spannend. Dort werden alle Geräte, die aktiv sind als Widget angezeigt – inkl. deren Funktion. Das heißt, dass man hier sofort den aktuellen und gesamten Stromverbrauch auf einen Blick sehen kann, die Funksteckdose de-/aktivieren kann und so weiter – “you get the point”. Auch wird hier der Akkustand der einzelnen Devices angezeigt.

Bei den ganzen Unterpunkten gibt es dann die Möglichkeit diverse, interessante Funktionen zu nutzen. So können Geräte, nach dem “IFTT” Prinzip “verbunden” werden. Was heißt das konkret? Nun hier kann festgelegt werden, was passiert, wenn der Raum eine gewisse Helligkeit hat: Schaltet das System das Licht aus oder ein? Fällt oder steigt die Temperatur über oder unter ein gewisses Niveau, dann passiert etwas. Und so weiter.

Stromverbrauch sichtbar gemacht

Der, meiner Meinung nach, spannendste Punkt ist allerdings der nun endlich konkret Messbare Stromverbrauch! So kann ich auch ohne teuren Smartmeter endlich herausfinden, wie viel Strom mein Haus/meine Wohnung braucht. So gibt es dann keine böse Überraschungen bei der Jahresabrechnung! Das Angenehme daran ist, dass man kein Verbund Kunde sein muss – bei den Kontoeinstellungen können der kWh- und Grundpreis genannt werden.

Fazit nach einem Monat Eco-Home

Das Fazit wird sehr positiv ausfallen. Wieso? Weil für vergleichsweise relativ wenig Geld, ein zuhause schnell, einfahc und unkompliziert “smart” gemacht werden kann. Was heißt das in meinem Fall konkret? Meine Rollos werden weiterhin per Hand aufgemacht und diverse Routinen bleiben selbstverständlich “dumm” und Handarbeit. Aber, was ich an solchen Systemen schätze ist, dass sie einem das Leben doch einfacher machen. Dinge wie ob man die Terassentür zu gemacht oder doch offen gelassen hat, können nun schnell unterwegs angesehen werden. Gibt es einen abnormalen Stromverbrauch? Dann schau ich beim Stromverbrauch nach was sich in den letzten Tagen getan hat. Dieses System hat definitiv Lust auf mehr gemacht. Allerdings möchte ich mit der Erweiterung noch einige Zeit waren, denn das Zubehör ist peislich (LEIDER) alles andere als attraktiv und macht die ganze Sache unheimlich teuer. Doch Schritt für Schritt – mit dieser Logik habe ich auch langsam eine Hue-Lampe nach der anderen gekauft.

Wie geht es weiter?

In den nächsten Monaten steht ein Umzug bevor und da möchte ich sehen, wie einfach bzw. schwer es ist das Strommessmodul in einen neuen Stromkasten einbauen zu lassen. Außerdem möchte ich meine Erfahrungswerte hier mit euch teilen. Also: Stay tuned!