Nachdem ich jahrelang das Spielen auf meinem Standrechner mehr ignoriert als zelebriert hatte (lang oftmals auch an der Hardware), habe ich das PC-Gaming wieder für mich entdeckt. Doch es gab ein Problem: Die Peripherie. Doch mit dem Invest in eine Logitech G402 Gaming-Maus und die KM-G6 Tastatur von Aukey hat sich vieles geändert.

Jedem seine Peripherie

Versteht mich nicht falsch. Ich liebe meine Logitech Craft Tastatur, die ich vor einigen Monaten reviewed habe. Die ist einfach ein Wahnsinn, wenn es darum geht längere Texte zu schreiben oder sie als Arbeitstastatur nur nutzen oder meine Logitech MX Master Maus. Beides Eingabegeräte, die fürs Arbeiten und nicht fürs Spielen gedacht sind. Deshalb mussten Alternativen her.

Peripherie fürs Gamen

Ich liebe einen kabellosen Desktop. Nichts ist nerviger als Kabeln, doch fürs Spielen gibt es an kabelgebundenen Mäusen und Tastaturen keinen Weg vorbei. Ja, es gibt auch hier schon Eingabegeräte, die defacto lagfrei sind, aber die sind jenseits meines Budgets gewesen. Deshalb habe ich einerseits in eine Logitech G402 Maus investiert und andererseits hat mir Martin aka Dr. Windows eine Aukey KM-G6 Tastatur geschickt – die hatte er orginalverpackt herumliegen. Ich habe meinen Charm etwas spielen lassen und schon war sie auf dem Weg zu mir.

Eine mechanische Tastatur

Die guten Gaming-Tastaturen sind in der Regel mechanisch. Wieso? Ohne mich großartig darüber informiert zu haben und ich spreche hier aus meiner Erfahrung mit dieser Tastatur und einigen Runden BF1, BF5, ROE, PUBG und Co., gibt einem solch ein Keyboard ein deutlich besseres Feedback. Mit dem “klack” weiß man: Ja, ich habe diese Taste gedrückt und es hat sich etwas getan. Bei einer “Rubberdome” Tastatur, so wie der großteil der “normalen” Tastaturen gebaut sind, merkt man das nicht. Sie sind weich und gummig. Rubberdome eben. Das entfällt bei einer Mechanischen Tastatur, wo der “klack” eben mechanisch ist. Hier gibt es natürlich unterschiedliche “Switches” – der Industriestandard hier sind die Cherry MX Schalter. Doch die kosten auch einiges – deshalb hat Aukey chinesische Kopien (Überraschung) davon. Dieser Hersteller hört auf den Namen Outemu. Einen Unterschied zwischen dem “Orginal” und der “Kopie” gibt es fast nicht. So ist die Tastatur entsprechend laut.

Design

Das Design der Aukey-Tastatur ist schlicht. Sie ist schwarz lackiert, die Tasten sind aus Plastik – die Buchstaben sind durchsichtig, sodass die LED Diode den Buchstaben ausleuchten kann. Sonst ist sie ähnlich breit, wie alle Tastaturen, die einen Ziffernblock bieten. Der Unterschied zu “normalen” Keyboards ist, dass sie höher ist. Daran sind eben diese Switches schuld. Sie brauchen doch etwas mehr Platz. Deshalb braucht man (ich muss es mir erst kaufen) eine Erhöhung für die Handballenauflage.

Tippen

Das Video sagt schon mehr als 1000 Worte. Die Tastatur ist laut – entsprechend ist es wichtig bei Games die Hintergrundgeräuschfilterung zu aktivieren. Bei Discord und Co. ist das möglich – Skype hingegen kann das nicht. Deshalb: Achtung. Das Tippgeräusch kann die Mitspieler schon gewaltig nerven.

Auch aufgrund des Lärms, den die Tastatur macht, ist sie für Vieltipper (meiner Meinung nach) nicht geeignet. Vor allem in Büros nicht. Sie ist einfach laut und deshalb auch nur fürs zocken geeignet.

Solltest ihr, liebe Leser, alleine wohnen oder arbeiten, dann kann die Tastatur schon spaß machen. Alleine aufgrund des Feedbacks, das sie gibt. Das “Klack, Klack, Klack” ist (am Anfang) auch recht lustig. Doch auf Dauer beginnt es zu nerven, finde ich.

Da ich sie ausschließlich fürs zocken nutze, finde ich sie sehr gut. Das Gefühl eine Taste zu drücken ist befriedigend – man sieht (auf den Bildschirm) und fühlt (auf der Tastatur), dass sofort etwas passiert. Es gibt so gut wie keinen Inputlag (da sie auch kabelgebunden ist) und das bietet bei Games einen großen Vorteil gegenüber kabellosen Lösungen. Hinzu kommt auch, dass sie das “Anti-Ghosting” Feature beherrscht. So können mehrere Tasten gleichzeitig problemlos gedrückt werden. Ein Umstand, den viele günstige Tastaturen nicht beherrschen. Hier wird das Feature gut erkärt – ich musste es zuerst suchen, was das bedeutet um dann festzustellen: Puh, das war also oft ein Problem bei mir. HEY ICH HABE DOCH DIE TASTE GEDRÜCKT.

Hintergrundbeleuchtung

Jede Taste der KM-G6 ist beleuchtet. Hinter jeder Taste sitzt eine LED – praktisch. Doch jede Reihe hat ihre eigene Farbe und kann somit nicht verändert werden. Bei dem Preis ist das schon okay. Es gibt unterschiedliche Modi, die mit der FN und Einfügen-Taste aktiviert werden können.

Fazit

Meine Logitech Craft Tastatur hat eine Schwester bekommen. Diese kommt aus dem Hause Aukey und wird zum Zocken verwendet. Derzeit ist die Tastatur für rund 45 Euro erhältlich und ihren Preis auf jeden Fall wert? Wieso? Weil sie für das Geld mehr als genug Leistung bietet – vergleicht man sie mit ihren Art-Verwandten, die jenseits der 100 Euro kosten und ebenfalls mechanische Gamingtastaturen sind. Wieso sollte ich so viel Geld ausgeben, wenn ich für weniger eine ähnliche Leistung erhalte?

Ja, Aukey ist definitiv keine Gaming-Brand, aber hey – den Zweck erfüllt die KM-G6 allemal. Und okay, der Name ist eventuell auch nicht gut gewählt… Solltest du also auf der Suche nach einer guten aber günstigen Tastatur fürs Spielen sein: Look no futher fella, you found me.